
Naemi Bitzer
Die Atmosphäre an der Fakultät für Medizin ist motivierend und stärkend.
Das habe ich vor dem Studium gemacht
Bundesfreiwilligendienst auf einer Intensivstation
Studiengänge
Medizin (Staatsexamen)
Dieses Angebot der Universität Duisburg-Essen finde ich hilfreich
Seit letztem Oktober bin ich Stipendiatin des UDE-Stipendiums, gefördert werde ich durch die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein. Das ist eine gute finanzielle Unterstützung für mich.
Naemi, was hat dir den Weg ins Medizinstudium ermöglicht?
Generell braucht man gute Noten, doch braucht man kein Abitur von 1,0. Ich habe den Test für medizinische Studiengänge (TMS) absolviert und Zusatzpunkte durch meinen Bundesfreiwilligendienst auf einer Intensivstation gesammelt.
Warum bist du an die Universität Duisburg-Essen gekommen?
Ich habe mich deutschlandweit auf das Medizinstudium beworben, angenommen worden bin ich an der Universität Duisburg-Essen. Daher war es erst einmal Zufall, dass ich in Essen gelandet bin. Viele meiner Schulfreund:innen sind ebenfalls nach NRW gegangen, das hat das Ankommen erleichtert.
Du stammst aus Tübingen – wie unterscheidet sich dein Alltag in Essen von dem in Tübingen?
Tübingen ist klein, grün, familiär – innerhalb von zehn Minuten ist man überall. Essen ist vielfältiger und größer, mit sehr unterschiedlichen Vierteln. Besonders schätze ich hier die offene, direkte Art der Menschen. Während man in Tübingen oft Zeit braucht, um in einen Freundeskreis aufgenommen zu werden, wird man in Essen schnell mit offenen Armen empfangen.

(Bild: Fabian Strauch)
Was steht aktuell in deinem Studium an?
Ich bin im Praxissemester und wechsle alle zwei Wochen zwischen verschiedenen Stationen: gerade bin ich in der Kinderklinik, bald in der Gynäkologie. Nach der eher theoretischen Vorklinik ist das jetzt sehr praxisnah. Mit einer gewissen Eigeninitiative kann man am Uniklinikum auch Erfahrungen sammeln, die nicht auf dem Lehrplan stehen. Im sechsten Semester durfte ich so zum Beispiel für einen Tag hospitieren und war dann bei einer OP in der Urologie und auch bei der Neurochirurgie mit dabei. Aktuell bin ich im 8. Semester und ab Oktober arbeite ich an meiner Doktorarbeit in der Frauenheilkunde, um mir die Option für eine spätere Forschungskarriere offen zu halten.
Wie ist die Atmosphäre an der medizinischen Fakultät?
Wir Mediziner:innen haben unseren eigenen Campus, das stärkt den Zusammenhalt. Die Fachschaft ist sehr aktiv, auch ich habe in einem Referat engagiert: Wir planen Sektfrühstücke und Ersti-Fahrten. Es gibt noch viele andere Angebote zum Vernetzen und Lernen. Mein Tipp: Sucht den Kontakt zu höheren Semestern, da bekommt man die besten Lerntricks, die auf keiner Folie stehen. Das Schönste am Studieren ist, wenn man es zusammen mit Freundinnen und Freunden macht.
Würdest du dich heute wieder für die Universität Duisburg-Essen entscheiden?
Ja – und das nicht nur theoretisch. Ich hatte lange vor, an die Uni Ulm zu wechseln, eine Tauschpartnerin war gefunden, die Wohnung schon bezahlt. Und dann habe ich innerhalb von 48 Stunden entschieden: Ich bleibe. Aus dem Bauch heraus – und habe es keinen Tag bereut.
(Das Interview mit Naemi hat Helene Gerhards im April 2025 geführt.)

