
Berkay Yurtseven
An der UDE habe ich gelernt: Studieren heißt nicht nur lernen, sondern auch mitgestalten und etwas bewegen.
Mein Studium
„Wirtschaftsingenieurwesen“ (B. Sc.) an der Fakultät für Ingenieurwissenschaften der Universität Duisburg-Essen
Das habe ich vor dem Studium gemacht
Abitur
Mein Tipp für Studieninteressierte
Lasst euch nicht verrückt machen und genießt die Zeit an der Uni
Wie gefällt dir dein Studium an der UDE?
Ich liebe meinen Studiengang! Er verbindet Technik und Wirtschaft – das macht ihn vielseitig und praxisnah. BWL allein war mir zu trocken, ich wollte mehr. Besonders gefallen mir die Praktika, zum Beispiel in der Werkstofftechnik, wo wir selbst experimentieren können. Auch wirtschaftliche Inhalte wie Rechnungswesen oder Personalmanagement habe ich schon im Alltag anwenden können. Da merkt man: Das Studium hat echten Mehrwert.
Du hast gerade ein Auslandssemester gemacht – was hast du mitgenommen?
Ich war im Rahmen eines Ostasienprogramms für Ingenieurwissenschaften in Indonesien. Das war eine bereichernde Erfahrung. Besonders spannend fand ich die andere Lernkultur: Dort gab es viel Projektarbeit und mündliche Prüfungen – weniger reine Klausuren. Aber auch kulturell habe ich viel mitgenommen. Die Herzlichkeit, die Offenheit und Gemeinschaft auf dem Campus haben mich beeindruckt. Ich möchte auf jeden Fall wieder nach Indonesien. Aber vorher steht noch mein Master in Wirtschaftsingenieurwesen mit der Vertiefung Maschinenbau hier in Duisburg an.
Du engagierst dich sehr stark an der Uni. Warum ist dir das Ehrenamt so wichtig?
Ich bin im Fachschaftsrat, im BCKS (Referat der Studierenden mit Behinderung und chronischer Erkrankung), im Prüfungsausschuss und in der Qualitätsverbesserungskommission aktiv. Ich wollte nicht nur studieren, sondern auch gestalten und konkret anderen Studierenden helfen.
Im BCKS liegt mir besonders am Herzen, das Angebot sichtbarer zu machen – dafür haben wir einen Instagram-Kanal aufgebaut und neue Austauschformate gestartet. In der Fachschaft haben wir WhatsApp-Communities organisiert, damit sich neue Leute leichter vernetzen können.
Ich kann allen nur raten, sich zu engagieren: Man lernt tolle Leute kennen, entwickelt sich weiter und kann wirklich etwas verändern. Viele wissen gar nicht, wie viel Mitbestimmung an der Uni möglich ist. Und ja, es ist auch im Lebenslauf ein Plus.
Wie bekommst du alles unter einen Hut?
Das klappt vor allem durch engagierte Teamarbeit. Wir teilen Aufgaben auf und unterstützen uns. Auch im Studium habe ich zum Beispiel eine feste Lerngruppe, mit der ich mich regelmäßig treffe. Gemeinsam geht vieles leichter.
Wie erlebst du das Thema Barrierefreiheit an der UDE?
Ich habe selbst eine Behinderung und nutze deshalb einen Nachteilsausgleich, so habe ich zum Beispiel mehr Zeit bei Klausuren. Das ist eine große Hilfe. Allerdings war der Weg dahin nicht einfach: In der Schule hatte ich eine feste Ansprechperson, an der Uni musste ich vieles selbst recherchieren. Erst durch die Inklusionsberatung habe ich dann vom BCKS erfahren. Da wurde mir klar: Ich möchte, dass andere diesen Weg schneller finden. Darum engagiere ich mich heutet auch dort.
(Das Interview führte Janina Balzer im Juni 2025.)





