
Claudia Szymanski
Was an der Uni Duisburg-Essen mit Water Science begann, hat mich bis nach Japan und Oxford geführt. Damit hätte ich nie gerechnet.
Mein Studium
„Water Science“ (M.Sc.) an der Fakultät für Chemie der Universität Duisburg-Essen
Aktueller Aufenthaltsort
University of Oxford, Großbritannien
Was ich an der UDE immer mal machen möchte
Schach spielen auf dem übergroßen Spielbrett auf dem Essener Campus
Wo erreichen wir dich denn gerade?
Ich bin gerade in Oxford, wo ich meine Masterarbeit schreibe – genauer gesagt: in meinem WG-Zimmer in der Studierendenunterkunft. Chaos auf dem Schreibtisch inklusive, denn nach einem langen Tag im Labor bastle ich oft noch an kleinen Projekten.
Du studierst aktuell an der UDE Water Science. Wie kommt es, dass du deine Masterarbeit in Oxford schreibst?
Das war eine Kette glücklicher Fügungen. In meinem Masterstudiengang sind zwei Praktika vorgesehen – eines davon ist das sogenannte Research-Praktikum, das man auch im Ausland machen kann. Ich wollte das unbedingt – am liebsten in Japan. Prof. Dr. Bettina Siebers, bei der ich als wissenschaftliche Hilfskraft gearbeitet habe, hat mir einen Kontakt nach Kyoto vermittelt. Dort habe ich während meines Praktikums einen Professor aus Oxford kennengelernt – bei ihm schreibe ich jetzt meine Masterarbeit.
Wie kamst du zum Studiengang Water Science an der UDE?
Ich habe 2018 mit Lehramt an der UDE angefangen – Deutsch und Geschichte. Die Uni fand ich super, aber der Studiengang hat einfach nicht zu mir gepasst. Im zweiten Semester habe ich dann die Liste aller Studiengänge durchforstet – von A bis Z – und bin bei Water Science hängen geblieben. Eine echte Bauchentscheidung. Ich war nie Fan von Mathe, Chemie oder Physik, aber irgendwas hat mich angesprochen. Heute weiß ich: das war die richtige Wahl. Nach dem Bachelor bin ich direkt im Master geblieben.
Was hat dich in deinem Studium besonders herausgefordert – und was hat geholfen?
Gerade am Anfang war es hart. Ich hatte kaum naturwissenschaftliche Vorkenntnisse aus der Schule. Aber ich hatte das Glück, sehr hilfsbereite Dozent:innen zu haben. Ein Professor hat sich sogar außerhalb seiner Lehrveranstaltung zwei Stunden Zeit genommen, um mir Redoxreaktionen zu erklären. Das war extrem hilfreich – und motivierend.
Wie geht es nach dem Master für dich weiter?
Mein Ziel ist es, an der UDE zu promovieren – am liebsten bei Professorin Siebers. Bei ihr habe ich als wissenschaftliche Hilfskraft tolle Erfahrungen gesammelt. Und was danach kommt? Das lasse ich offen. Ich habe gelernt, dass sich vieles spontan ergibt – und oft besser, als man es geplant hätte.
(Das Interview mit Claudia haben wir im April 2025 geführt.)